Offizielle Turnierformate

Es gibt verschiedene Formate, die nach besonderen Regeln gespielt werden. Diese Turnierformate unterscheidet man grob in zwei Kategorien. Constructed und Limited. Zu den Constructed-Formaten gehören zum Beispiel Standard, Block Constructed, Extended, Vintage und Legacy. Die geläufigsten Formate in Limited sind Sealed Deck und Boosterdraft.


Constructed-Formate

Eines haben alle Constructed-Formate gemeinsam. Man stellt sein Deck schon vor dem Spielen zusammen und verwendet dafür die Karten aus seiner eigenen Sammlung. Ein Constructed-Deck muss mindestens 60 Karten enthalten, und es darf keine Karte (außer Standardländer) mehr als viermal enthalten. Da es inzwischen so viele verschiedene Magic-Karten gibt, unterscheiden sich die Varianten im Constructed dadurch, welche Karten in welchem Format im Deck erlaubt sind.

Standard (Typ 2)

Das Standard-Format verwendet immer nur die neuesten Erweiterungen, die für das Spiel erhältlich sind. In einem Standard-Deck darf man Karten aus dem derzeitigen Block, dem Block des Vorjahrs und dem aktuellen Haupt-Set spielen. Wie vielleicht der Name schon verrät: Standard ist das am häufigsten gespielte Format. Standard-Turniere werden rund um die Welt das ganze Jahr über von Fachgeschäften und Turnierorganisatoren angeboten und bieten neuen Spielern eine tolle Gelegenheit, in einer Turnieratmosphäre die Karten auszuprobieren, die sie sich zuletzt gekauft haben.

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Vintage (Typ 1)

Das Vintage-Format gestattet es Spielern, Karten aus allen je erschienenen Magic-Sets zu verwenden. Man kann Karten verwenden, die aus dem allerersten Set der Limited Edition (Alpha) von1993 stammen, aber genauso die Karten der aktuellen Sets, die man zur Zeit bei einem Fachhändler kaufen kann! Da in diesem Format so viele Karten möglich sind, bietet Vintage die interessantesten Optionen beim Deckbasteln.

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Extended (Typ 1.x)

Das Extended-Format enthält alle Sets, die im Standard-Format gültig sind, und die von einigen Jahren zuvor.

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Legacy (Typ 1.5)

Das Legacy-Format ist ein etwas eingeschränktes Vintage. Während alle Magic-The Gathering-Sets im Legacy erlaubt sind (genau wie im Vintage), sind manche Karten davon ausgenommen. Das gibt dem Format einen ganz neuen Reiz und stellt neue Ansprüche an das Deckbasteln, wenn man sich diesen Einschränkungen unterwirft. Legacy ist nicht ganz Vintage, aber auch nicht ganz Extended – eine besondere Herausforderung für Magic-Fans.

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Block-Constructed

Das Block Constructed-Format verwendet nur die Karten aus einem einzigen Block von Magic-Sets. Der Name eines Block Constructed-Formats leitet sich im Allgemeinen vom ersten Set im Block ab. Zum Beispiel bilden die Sets Zeitspirale, Weltenchaos und Blick in die Zukunft den Zeitspirale-Block. Da im Block Constructed weniger Karten zur Auswahl stehen, bildet dieses Format eine interessante Herausforderung für alle Spieler. Außerdem besteht die Möglichkeit, in abgeschlossener Umgebung eine der Welten des Multiversums genauer kennenzulernen.

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Limited-Formate

Limited-Formate sind eine gute Möglichkeit, Magic zu spielen, ohne eine große Menge Karten haben zu müssen. Anders als in den Constructed-Formaten, wo man sein Deck bereits fertig mitbringt, muss man in Limited-Formaten aus einer bestimmten Menge Karten sein Deck zusammenstellen. Das kann der Inhalt von ein paar Boosterpackungen sein, die während des Turniers geöffnet werden – oder Karten, die man in einem Boosterdraft auswählt.

Sealed Deck

Im Sealed Deck-Format verwenden die Spieler die Magic-Turnierpackungen, um damit zwanglos oder im Turnier gegeneinander zu spielen. Alle Spieler öffnen einfach eine Turnierpackung und bis zu drei zusätzliche Boosterpackungen und basteln ein Deck aus den Karten, die sie dabei bekommen haben. Die Richtlinien verlangen, dass das Deck mindestens 40 Karten enthält, und erlauben es den Spielern, so viele Standardländer (Ebenen, Inseln, Sümpfe, Gebirge und Wälder) hinzuzunehmen, wie sie benötigen. Falls man nach einer netten Möglichkeit sucht, seine Magic-Sammlung zu erweitern und gleichzeitig zu spielen, ist Sealed Deck ein gutes Format.

Booster Draft

Booster-Draft funktioniert ähnlich dem Sealed-Deck. Allerdings werden die Karten noch vor dem eigentlichen Spiel, im sogenannten Draft, unter den Spielern verteilt. (4 bis 8 Spieler sind optimal) Zu diesem Zweck erhält jeder Spieler drei Boosterpackungen, die nach und nach geöffnet werden. Eine ausführliche Anleitung zum Booster-Draft gibt es hier.

Rochesterdraft

Der Rochesterdraft ähnelt dem Boosterdraft, aber es gibt einige wichtige Unterschiede. Insbesondere die Art wie die Karten im Draft verteilt werden unterscheidet sich. Wie genau der Rochesterdraft abläuft ist hier kurz zusammengefasst. ((Weiterlesen)) Anstatt dass jeder Spieler gleichzeitig einen Booster öffnet, ist zu jedem Zeitpunkt immer nur genau eine Packung offen. Die Karten dieser Packung werden offen auf den Tisch gelegt, so dass alle Spieler sehen können, welche Karten im Angebot sind. Die Draftreihenfolge wird zudem umgedreht, nachdem jeder am Tisch sich eine Karte dieser Packung genommen hat. Zur Verdeutlichung gehen wir von einem Rochesterdraft mit acht Spielern aus, die im Uhrzeigersinn durchnummeriert um den Tisch herum sitzen. Spieler 1 öffnet den Booster und legt die Karten auf den Tisch. Nachdem alle Spieler Zeit hatten, sich die Karten anzuschauen, wählt Spieler 1 eine Karte. Dann ist Spieler 2 an der Reihe und so weiter. Nachdem Spieler 8 — die Person rechts vom Spieler, der den Booster geöffnet hat — sich eine Karte genommen hat, wählt er sich eine zweite Karte, und das Draften geht gegen den Uhrzeigersinn weiter, bis alle Karten aufgeteilt sind. (Da in jedem Boosterpack nur fünfzehn Karten sind, bekommt der Spieler, der ihn aufgemacht hat, keine zweite Karte aus ihm.) Spieler 2 öffnet dann die nächste Packung, und damit erhält Spieler 1 die achte und neunte Auswahl aus diesem Booster. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis jeder am Tisch eine Boosterpackung geöffnet hat. Dann öffnet Spieler 8 seinen zweiten Booster,, jedoch wird dieses Mal rechtsherum gedraftet. Dann öffnet Spieler 7 eine Packung, und so weiter. Spieler 1 ist der Erste, der seinen dritten Booster öffnet, und die dritte Serie wird wieder linksherum gedraftet.