Tipps für Anfänger

Häufige Anfängerfehler vermeiden

Nicht vorschnell handeln

In der Ruhe liegt die Kraft. Das gilt auf jeden Fall auch bei Magic-the Gathering. Wer seine Züge nicht vorher überdenkt, macht vermeidbare Fehler. Das kann schon mal eine Kreatur kosten oder im schlimmsten Fall auf die Verliererstraße führen. Man sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen und sich die Spielsituation genau ansehen. Mit unter kann man viele Informationen sammeln, die die eigenen Entscheidungen beeinflussen. Was hat man selbst auf der Hand, wie viele Handkarten hat der Gegner noch, wie viel ungetapptes Mana hat er und was liegt sonst noch offen auf dem Spielfeld oder im Friedhof. Lieber einmal zu viel nachdenken als unnötig verlieren.

Die richtige Reihenfolge

Viele Anfänger neigen dazu ihre zweite Hauptphase zu ignorieren und alle Karten vor dem Kampf zu spielen. Sei es aus Euphorie eine bestimmte Karte gezogen zu haben oder schlicht weil sie es sich falsch abgeschaut und angewöhnt haben. Man sollte aber auf jeden Fall in der ersten Hauptphase nur Dinge ausspielen, die einem im Kampf von Vorteil sind. Eine gegnerische Kreatur zerstören um sie am Blocken zu hindern macht natürlich Sinn. Kreaturen mit Eile ebenfalls. Alles Andere, was den Kampf nicht positiv beeinflusst, sollte man in der zweiten Hauptphase ausspielen. Warum soll man dem Gegner unnötig Informationen geben über das, was man noch in der Hinterhand hat. Es ist immer von Vorteil, wenn der Gegenspieler im Unklaren ist, welche Karte man noch auf der Hand hat und dazu noch reichlich ungetapptes Mana auf dem Feld.

Bluffen

Wie bereits erwähnt ist es bei Magic immer von Vorteil den Gegner im Unklaren zu lassen, was man eventuell noch in der Hinterhand hat. Dazu sollte man ruhig ein Pokerface aufsetzen und die ein oder andere falsche Fährte legen. Zieht man zum Beispiel ein Land sollte man es nicht sofort aufs Feld legen. Warum nicht die Karte begutachten als wäre es eine Kreatur oder Verzauberung? Am besten erst mal in die Handkarten einsortieren. Wenn möglich dann ein anderes Land ausspielen, so dass der Gegner denkt, die gezogene Karte war das, was wir ihn glauben lassen wollen. Alles nur kein Land. Hat man schon ausreichend Länder auf dem Feld bietet es sich auch schon mal an, das Land erst in der zweiten Hauptphase oder gar nicht zu spielen. Der Gegner könnte so vermuten, dass man vielleicht einen Spontanzauber auf der Hand hat, denn jede Handkarte ist immer eine potenzielle Gefahr. Ein bisschen Verwirrung zu stiften kann nie schaden. Sinnvolles Angreifen

Eine der wichtigsten Fragen, bei denen Anfänger oft unsicher sind ist, wann man angreifen sollte und wann besser nicht. Und wenn ja mit welchen Kreaturen? Bevor man seine Angreifer deklariert sollte man sich die Kreaturen auf dem Spielfeld genau ansehen. Ist man selbst in der Überzahl? Welche meiner eigenen Kreaturen könnte der Gegner so blocken, dass ich sie verliere? Verliert der Gegner seine Kreatur dann ebenfalls? Wie wertvoll sind die Kreaturen die ich eventuell verlieren könnte für das weitere Spiel? Eine Kreatur zu verlieren ist oftmals gar nicht so schlimm, wenn der Gegner dadurch ebenfalls eine Kreatur verlieren würde. Besonders wenn diese in den nächsten Zügen sonst reichlich Probleme einbringen würde. Hat man sich für einen Kampf entschieden, sollte man sich aber immer noch einmal fragen, ob es wirklich Sinn macht. Wie viel Schaden kann man dem Gegenspieler zufügen und wie viel Schaden würde er in der nächsten Runde seinerseits ausrichten, wenn die eigenen Angreifer noch getappt sind und damit nicht blocken können? Die Entscheidung ist nicht immer einfach. Erst recht nicht je mehr Kreaturen auf dem Feld sind. Aber mit etwas Erfahrung kriegt man ganz schnell heraus wann es sich lohnt und wann nicht. Auch hier gilt die Devise, lieber ein Mal zu lange nachgedacht als einen unnötigen Fehler zu machen.

Sinnvolles Blocken

Die Entscheidung wann und wie man „Blockt“ ist da schon etwas einfacher. Welche Kreatur angreift und welchen Schaden sie austeilt sieht man ja bereits, da die Angreifer deklariert sind. Bevor man nun seinerseits die Blocker deklariert, sollte man einen kurzen Blick auf die Handkarten des Gegners und dessen Manareserven werfen. Hier könnte eine Falle lauern. Nun gilt es abzuwägen, ob man den Schaden hinnimmt oder ob es nötig ist eine eigene Kreatur den Angreifern in den Weg zu stellen. Würde die eigene Kreatur dabei in den Friedhof wandern ist die Frage, ob sie dafür nicht zu wertvoll ist und, ob der Gegner dann auch eine seiner wichtigen Kreaturen verliert. Manchmal ist es aber eine weise Entscheidung den Schaden einfach auf sich zu nehmen.

Warten mit Spontanzaubern

Ein weiterer Anfängerfehler ist, seine Spontanzauber zu früh auszuspielen. Alle Sprüche und aktivierten Fähigkeiten gehen zunächst auf den sogenannten Stapel. Einer auf den anderen. Abgearbeitet wird dieser Stapel dann von oben, also in umgekehrter Reihenfolge wie die Effekte gespielt wurden. Es ist also nie zu spät einen Spontanzauber zu wirken. Folgende praktische Tipps können hilfreich sein. Will man eine Kreatur für den Kampf mit einem Zauber stärken, sollte man das immer erst dann tun, wenn der Gegner bereits die Blocker deklariert hat. Als verteidigender Spieler spielt man seine Spontanzauber erst dann, wenn der Angreifer eben genau das getan hat.

Außerdem sollte man nicht gleich mehrere Sprüche auf ein Mal spielen. Wenn man dem Gegner die Chance gibt auf einen eigenen Spruch zu reagieren, kann man den nächsten Spontanzauber auch noch als Reaktion auf den gegnerischen Spruch spielen. Somit liegt dieser im Stapel etwas weiter oben und wird als erstes verrechnet.

Sofern es nicht zwingend notwendig ist, sollte man Spontanzauber nicht unbedingt in seinem eigenen Zug spielen. Je länger der Gegenspieler im Unklaren ist, was man für ihn bereit hält, desto besser. Eine gute Zeit für Spontanzauber ist daher die Endphase des Gegners, kurz bevor man seinen eigenen Zug beginnt.

Was ist zu beachten im Spiel gegen blau oder rot?

Wenn der Gegner mit blau oder rot spielt, sollte man immer ein Auge auf dessen Manavorrat haben, bevor man etwas ausspielt. Wenn er noch mögliche Reserven hat, dann ist Vorsicht geboten, da er mit einem Gegenzauber antworten könnte oder nur darauf gewartet hat ein brauchbares Ziel für seinen Direktschaden zu bekommen. Man sollte in diesen Fällen genau überlegen in welcher Reihenfolge man seine Sprüche spielt, und ob man mit der ein oder anderen Karte nicht besser noch eine Runde wartet. Spielt man selbst mit einer dieser Farben sollte man natürlich selbst immer versuchen das ein oder andere Mana ungetapped zu lassen. Erfahrene Spieler werden dies durchaus als ernstzunehmende Bedrohung sehen. Der Gegner kann ja nicht wissen, dass man gar keinen Spontanzauber auf der Hand hat.